Montag, 22. Mai 2017
Ich ersteigere ein Haus
Da ich keinerlei Ahnung hatte wie so eine Versteigerung abläuft, wurde das Internet durchforstet und fleißig gelesen. Was immer wieder geraten wurde: Nimm an mind. 2-3 Versteigerungen als Zuschauer teil, um ein Gefühl für den Ablauf und ggf. Fallstricke zu bekommen. Das habe ich auch gemacht und möchte diesen Ratschlag unbedingt weitergeben. Es nimmt eine "Menge Wind aus den Segeln", wenn es denn um das "eigene" Objekt der Begierde geht. Zumal ja hier mit Summen jongliert wird, die für die meisten nicht alltäglich sind.
Dann das nächste Problem: Eigentlich schaut man sich ein Haus erstmal in Ruhe an bevor man zuschlägt. Also Außen und Innen - mit Zwangsversteigerungen ist das aber so ein Sache. Meistens möchte der Eigentümer das gute Stück gar nicht veräußern - heißt ja schließlich auch "Zwang". Daher muss er einen auch nicht ins Haus lassen; genau wie den Gutachter.
So war das auch in meinem Fall. Das Gutachten wurde nur nach äußerem Augenschein erstellt. Und trotz Kontaktaufnahme und mehreren Beteuerungen seitens des Voreigentümers, daß das Objekt auf keinen Fall versteigert würde, war an eine Besichtigung nicht zu denken. Bzgl des Gutachtens kann die Sache sogar ihr Gutes haben - das Objekt wird ja aufgrund des "errechneten" Verkehrswertes versteigert. Ist jedoch im Haus noch hochwertige Ausrüstung (also alles fest Verbautes, wie z.B Heizung, Badezimmer, Küche, etc.) welche nicht mit berücksichtigt wurde, kann man da durchaus ein Schnäppchen machen. Andersherum verhält es sich dann aber auch mit Schäden, die von Außen nicht einsehbar sind. Gekauft wie gesehen - oder aber die Katze im Sack...
Blicke durch die Fenster gaben einiges preis, aber nur im EG und etwas in den Keller. Der Garten sah aus, als ob die Natur bereits gewonnen hatte und schon der neue Eigentümer war. Es gibt einen Pool, eine Garage, einen Wintergarten - schön. Von Unterhaltungsstau spricht das Gutachten - auf hochdeutsch: Es hat sich kein Schwein die letzten Jahre hier um irgendwas gekümmert.
Durch Nachbarn erfährt man, daß der Eigentümer schon vor Jahren umgezogen ist und das Haus immer wieder vermietet war. Nur die Kellerräume wurden zum Büro umgebaut und durch den Eigentümer genutzt. Somit war klar - es gibt bei erfolgreichem Zuschlag kein Problem mit Mietern, die man ja nicht einfach rausschmeißen darf. Gegenüber den Voreigentümern erwirbt man einen Räumungstitel und kann diese mit Fristsetzung aus der Wohnung / dem Haus bekommen - bei Mietern sieht das anders aus. Hier also vorher genau informieren und im Zweifelsfall lieber bleiben lassen. Während meiner "Übungsbesuche" beim Amtsgericht hatte ich es auch erlebt, daß die Mieter anwesend waren und gleich verkündet haben, daß sie auf keinen Fall ausziehen werden - so etwas hebt den Preis des Objektes nicht unbedingt.
Sesshaft werden
Seit einigen Jahren treibe ich mit dem Gedanken um, Eigentum in Form einer Immobilie zu erwerben. Bleibt immer die Frage - gerade durch meinen Beruf extrem flexibel in diesem Punkt - wo eigentlich.
Irgendwann war klar, ich kann wohnen wo ich will - die Freundin/Frau wird an einen Punkt beruflich und familiär gebunden sein. Also das war geklärt.
Neubau oder Bestandsimmobilie? Da ich zwischenzeitlich in einer schönen Altbauwohnung gewohnt habe und mir das sehr gefallen hat, war der Gedanke an ein bestehendes Haus naheliegend. Andererseits ist man natürlich an die Gegebenheiten und Vorstellungen der Vorbesitzer gebunden und bei einem Neubau ist eben alles neu.
Gesucht wurde immer nur mal sporadisch, aber eigl. nicht wirklich etwas Passendes gefunden. Schließlich tendierte die Entscheidung doch zum Neubau. Besuche von Musterhäusern folgten - meistens mit ernüchterndem Ergebnis. Meistens alles Einheitsbrei oder eben zu avantgardistisch.
Dann hat mal wieder das Schicksal eingegriffen - ein Haus zur Versteigerung! in einem einschlägigen Immobilienportal. Bild sah vielversprechend aus und das Haus bzw. der Eigentümer war bekannt. Auch ohne Adresse war eine Vorortbesichtigung möglich. "Haben wollen"Gefühl hat sich eingestellt! Und nu?
Mittwoch, 8. Dezember 2010
Regen und Cartagena
Und weiter geht's. Nach 3 Wochen Karibik reicht's mir dann auch. Erstmal ist zur Zeit Regenzeit. Und zwar wie. Eigentlich schüttet es jeden Tag wie aus Kübeln - wenn ich hier Urlaub gebucht hätte; wäre ich restlos bedient.
Und optisch machen die meisten Inseln auch nix her. Entweder wie Afrika mit gepflasterten Straßen (Ausspruch von meinem deutschen Wachmatrosen Heinz...) oder man liegt im Containerhafen...
Allerdings scheinen andere dort zu wohnen:
Cartagena ist eigentlich der einzige Hafen mit einer ansprechenden Silhouette.
Und diesem Hafen liegt (wie auch schon 2008 mit der aura) die MS"Freewinds".
Ist recht interessant was man bei Wikipedia nachlesen kann. Gehören tut das Schiff mittlerweile der Scientologie Kirche. Angeblich wird der Kahn nur benutzt um den letzten Rang/Position - also wohl die größte Erleuchtung - zu erreichen. Schön aufm Schiff ne Gehirnwäsche -so siehts wohl aus. Aber egal; vor 2 Jahren sah die Kiste noch aus, als ob man sie in Indien zum Abwracken auf den Strand schieben könnte. Und nu, siehe da wie aus dem Ei, gepellt - alles vom Feinsten. Am Geld kann es denen wohl nicht mangeln.
Kaum waren wir fest im Hafen kamen auch gleich die Busse, um unsere Gäste zu den Touren abzuholen. Normalerweise kommen dann deutsche Markenbusse mit Klima und Porzellanklo. Selbst auf der letzen Inseln, wo alle nur Vorkriegsauto oder Fahrrad fahren gibts die. Aber hier in Cartagena sieht es etwas anders aus.
Offene Eigenkonstruktionen, die bei denen der deutsche TÜV Beamte Herzkammerflimmern bekommt. Es gibt zwar keine Klima, aber dafür eine eigene Band, die den 8 Stunden Ausflug mit lautstarker Musik unterstreicht. Das erklärt warum die meisten Gäste reichlich genervt zurückkamen.
Der nächste Hafen ist Kralendijk auf Bonaire. Hier ist das Wasser selbst im Hafen (also an unserer Anlegestelle - einen Hafen gibt es nicht) glasklar. Mal wie im Prospekt; Ich muss unbedingt ein Foto machen...
So long...
Samstag, 4. Dezember 2010
Erste Karibikrundreise auf der vita
Nun bin ich schon fast wieder 14 Tage unterwegs und habe kaum etwas fotografiert. Die Rundreise kannte ich ja schon von der aura. Nur ein paar kleine Änderungen und leider Inseln wie Curacao und Barbados nicht mit dabei. Auf Isla Magarita wollte ich an den altbekannten Strand baden gehen; aber den hat das Meer mitlerweile weggespült. Nur noch ein kleiner Streifen ist übrig. Und den hat es von Zeit zu Zeit auch überspült, wie ich feststellen musste nachdem ich mein Handtuch ausgebreitet hatte...Ansonsten gibt es schöne Sonnenunter- und aufgänge. Allerdings dauert das ganze maximal eine halbe Stunde dann ist es Taghell oder pechschwarze Nacht!
Mittwoch, 24. November 2010
Anreise AIDAvita oder nie wieder Langstrecke...
Am 12.11.10 war es wieder soweit; der Urlaub vorbei und die Arbeit ruft. Der Flug mir AirBerlin sollte um 0800 losgehen; also darf man schon vor 0700 am Flughafen aufschlagen. Und was macht man dann? Der CheckIn dauert mit etwas Glück 3 Minuten, dann noch durch die Sicherheitskontrolle und schwups wartet man 1 Std auf den Flug.Letztes Mal wollte ich schlauer sein und bin erst ca eine halbe Stunde vor Abflug aufgetaucht - da wollten die mich ernsthaft nicht mehr durchlassen... Also ab ging es. Das Tief was gerade über Norddeutschland zog, machte den Flug am Anfang etwas wackelig. Und 45 Minuten später war ich in München. Dort dann noch schnell 3 Stunden auf den Anschlußflug warten - wobei allein das Finden des richtigen Terminals bzw. des richtigen Kontrolleurs für den Paß schon allein ne halbe Stunde gedauert hat. Da ist alles abgeschlossen und man darf klingeln - irgendwann taucht ein Typ mit Knarre auf guckt in den Paß (bei Frauen wird auch gleich noch geflirtet...) und man darf weiter. Der Anschlußflug soll um 1200 losgehen - gegen 1155 gehts mit dem Boarding von 300 Leuten los. Also schon die erste Verspätung. Angeblich hat die Flugzeugbesatzung in der Warteschlange für den Securitycheck festgehangen. Wer‘s glaubt... Der nächste Schock: Flugzeit 11Stunden!Ich hatte ja mal mit 9,5 gerechnet. Hat dann auch tatsächlich so lange gedauert. Wenigstens war das Essen in Ordnung. Leider habe ich nur 2 Stunden Schlaf geschafft und die restliche Zeit mit Kreuzworträtseln, irgendeinem belanglosen Unterhaltungsprogramm im Bordfernsehen und Lesen verbracht.Eigentlich bin ich nun davon ausgegangen den größten Streß hinter mir zu haben. Denkste! Bin relativ flott durch die Paßkontrolle gekommen und auch mein Gepäck war schnell vom Band erkämpft - der deutsche Pauschaltourist gibt keinen Zentimeter an der (Gepäck-) Front kampflos frei.Den Agenten hab ich recht schnell gefunden zwischen den tausenden „Taxi, Taxi!!!“ Rufern. Er hat mir dann eröffnet, daß wir noch auf weitere 17 Leute warten müßten, die auch schon gelandet seien. Und es kam wie es kommen musste. 1,5 Stunden später (jawohl, solange habe ich schön vorm Flughafen im eigenen Saft gestanden) waren wir komplett. Nu ging es erst richtig los. Da stand ein kleiner Bus mit selbstgebautem Anhänger, in den das gesamte Gepäck gequetscht wurde (ich brauche in Zukunft unbedingt einen Hartschalenkoffer).Bei einer beiläufigen Frage wo denn das Hotel sei, hat mir der Fahrer eröffnet, daß wir mal eben noch 2 Stunden fahren müssen. Da war es dann aber schon 2000 Ortszeit (also 0100 zuHause). Die Fahrt unbeschädigt zu überstehen war wohl ein Wunder. Die Straßen dort sind in einem... - nun laß sagen es wurde vor 50 Jahren Beton auf die Erde gekippt und seitdem als Hauptstraße benutzt. Das hat den Fahrer nicht davon abgehalten mit 80 - 100 km/h durch die Dunkelheit zu rasen und regen Gebrauch des Fernlichts zu machen um die unbeleuchteten Motorradfahrer nicht umzunieten. Hätte ich etwas anderes als Klamotten in den Reisetaschen gehabt - es wäre wohl mit Sicherheit alles kaputt.Irgendwann im Hotel angekommen.Auch gleich als erster eingecheckt, und alles in den 4 Stock hochgewuchtet; aber halt, ihr Zimmer ist ja im Erdgeschoß. Naja, dann halt alles wieder runter, kann ja mal vorkommen. Abendbrot gibt es dann auch noch wenn es warm ist - so in einer Stunde. Da hat es mir dann gereicht. Statt dem angebotenen Leitungswasser habe ich lieber auf Bier zurückgegriffen und bin kommentarlos ins Bett. Mittlerweile war es 2300 und der Agent wollte uns 0730 wieder abholen. Kurze Nacht - und gefühlt noch kürzer, da ich natürlich gegen 0400 wieder hellwach war - Zeitverschiebung.
Mittwoch, 18. November 2009
AIDAcara und AIDAluna
Bisher läuft diese Blog mehr als schleppend. Zum einen brauchts ein vernünftiges Programm, um die Veröffentlichungen auch offline schreiben zu können. Und außerdem sollen ja interessante Dinge und Fotos zum Lesen hier stehen.
Mittlerweile war ich 4 Monate auf der AIDAcara und 1 Monat auf der AIDAluna. Mit der cara gings aus dem Mittelmeer nach Nordeuropa, wo wir dann eine Route durch den NOK über Kopenhagen, Göteburg, Oslo und Bergen nach Hamburg mit großer Regelmäßigkeit gefahren sind. Auch der Eidfjord war zweimal dabei.
Auf der luna hatte ich nur ein kurzes Gastspiel - ich habe es gerade mal geschafft das Schiff kennenzulernen. Die Tour auf den Kanaren ist sehr entspannt und ich freue mich jetzt schon dort nächstes Jahr mit der blu wieder zu sein...
Dienstag, 10. März 2009
Lang ist's her!
Mittlerweile war ich bereits einmal im Urlaub (über Weihnachten und Sylvester) und dann wieder für 7 Wochen auf der AIDAaura in der Karibik. Die Zeit ist recht schnell und unspektakulär vergangen - irgendwie kann die Karibik ihren Reiz verlieren... Und nun sichte ich einige Fotos, die es wert sind hier veröffentlicht zu werden. Ich habe nun schon länger meine neue Digitalkamera (Lumix FZ-50); aber noch weit entfernt diese richtig auszunutzen.
Hier ein paar Bilder von unserer Transferreise in die Karibik.

Miami war der letzte US-Hafen. Ein kurzer Abstecher zum Miami Beach war drin, trotz kurzer Liegezeit. Leider war es ordentlich windig - somit war außer mir und ein paar Möwen (oder was auch immer das für Vögel sind...) kaum jemand dort. Dafür gabs ordentlich Hamburger und Bier direkt am Oceandrive von ein paar leicht bekleideten Bedienungen.


In Ocho Rios auf Jamaika war es dann so richtig karibisch heiß. Länger als eine halbe Stunde in der Sonne und man ist verbrannt. Der Strand war in Sichtweite vom Schiff; der Eintritt - ja Eintritt; hier wurde der weiße Mann vor den Einheimischen bewacht bzw. abgeschottet, wie an vielen Stränden in der Karibik - mit 1 US-Dollar erschwinglich und das Bier mit 5 US-Dollar Wucher. Aber angesichts Hitze und der "Entfernung" zum Schiff gab es keine Alternative!
In La Romana, dem Wechselhafen in der Karibik für die Saison bin ich dann abgestiegen.

